ProblemlösungStrategie

Pre-Mortem

Prospektive Fehleranalyse: Was könnte schiefgehen, bevor es passiert.

Framework
📄 Lizenz: Frei nutzbar
📌 Quelle: Atlassian

WOZU

Teams neigen dazu, Risiken und potenzielle Probleme zu ignorieren, besonders wenn sie von einem Projekt begeistert sind. Ein Pre-Mortem deckt mögliche Misserfolgsursachen auf, bevor das Projekt gestartet wird, und ermöglicht präventive Gegenmaßnahmen. Es nutzt die kollektive Intelligenz des Teams und gibt auch zurückhaltenden Mitgliedern eine Stimme für ihre Bedenken.

WIE

Das Team stellt sich vor, das Projekt sei bereits gescheitert, und schreibt individuell auf, was zum Scheitern geführt haben könnte. Anschließend werden die Ursachen gesammelt, geclustert und nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet. Für die kritischsten Risiken werden konkrete Gegenmaßnahmen definiert und in den Projektplan aufgenommen.

WAS

Das Pre-Mortem ist eine prospektive Analysemethode, die auf den Psychologen Gary Klein zurückgeht. Im Gegensatz zum Post-Mortem (Analyse nach dem Scheitern) wird das Scheitern hypothetisch vorweggenommen. Die Methode kombiniert mentale Simulation mit Gruppenintelligenz und ist als Atlassian Team Playbook-Übung frei verfügbar.

BEISPIEL

Beispiel: Dein Team plant den Launch einer neuen E-Commerce-Plattform in 3 Monaten und alle sind euphorisch. Beim Pre-Mortem sagt ihr bewusst: 'Stellt euch vor, es ist Oktober und der Launch ist gescheitert – warum?' Plötzlich kommen Risiken auf den Tisch: Zahlungsanbieter-Integration nicht getestet, Lasttest fehlt, kein Rollback-Plan. Jetzt könnt ihr gegensteuern.

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