Adaptive Change Canvas
Basierend auf Adaptive Leadership für partizipative Change-Planung.
WOZU
Das Adaptive Change Canvas wird eingesetzt, um Veränderungsprozesse in komplexen Umfeldern partizipativ und adaptiv zu planen. Es adressiert das Problem, dass viele Veränderungen technisch geplant werden, obwohl sie adaptive Herausforderungen darstellen, bei denen Betroffene selbst Teil der Lösung sein müssen. So wird eine Change-Planung ermöglicht, die Unsicherheit akzeptiert und die Beteiligung der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt.
WIE
Nutze das Canvas in einem Workshop mit den relevanten Stakeholdern. Analysiere zunächst, ob es sich um eine technische oder adaptive Herausforderung handelt. Identifiziere die beteiligten Fraktionen und deren Verluste durch die Veränderung. Definiere Experimente statt endgültiger Lösungen und plane regelmässige Reflexionsschleifen. Das Canvas basiert auf dem Adaptive Leadership-Ansatz und erfordert die Bereitschaft, Kontrolle abzugeben und Betroffene zu Beteiligten zu machen.
WAS
Das Adaptive Change Canvas ist ein Planungswerkzeug für Veränderungsprozesse, das auf dem Adaptive-Leadership-Ansatz von Ronald Heifetz und Marty Linsky basiert. Es unterscheidet zwischen technischen und adaptiven Herausforderungen und strukturiert die Change-Planung entsprechend. Das Canvas umfasst Felder für die Herausforderungsdiagnose, beteiligte Fraktionen, potenzielle Verluste, adaptive Arbeit, Experimente und Reflexionsmechanismen.
BEISPIEL
Beispiel: Du stehst vor der Herausforderung, in einer Stadtverwaltung die Digitalisierung von Bürgerservices voranzutreiben. Mit dem Adaptive Change Canvas unterscheidest du technische Lösungen (neue Software einführen) von adaptiven Herausforderungen (Mindset der Sachbearbeiter verändern) und planst partizipative Maßnahmen, bei denen die Betroffenen selbst Lösungen entwickeln.