Jobs to Be Done (JTBD)
Fokussiert Innovation auf die Aufgaben und Kontexte, für die Kunden Lösungen beauftragen.
WOZU
Unternehmen fokussieren bei der Innovation häufig auf Produkteigenschaften statt auf die Aufgaben, die Kunden tatsächlich erledigen wollen. Jobs to Be Done lenkt den Blick auf den funktionalen, emotionalen und sozialen Fortschritt, den Kunden suchen. Es eröffnet Innovationschancen, die mit klassischer Marktforschung unsichtbar bleiben, weil es Wettbewerb über Branchengrenzen hinweg sichtbar macht.
WIE
Durch qualitative Interviews werden die Jobs, Kontexte und Entscheidungskriterien der Kunden erforscht. Dabei wird die Switch-Interview-Technik eingesetzt, die analysiert, warum Kunden von einer Lösung zu einer anderen wechseln. Aus den identifizierten Jobs werden Innovationsansätze abgeleitet, die auf unerfüllte oder schlecht erfüllte Jobs abzielen.
WAS
Jobs to Be Done (JTBD) ist eine von Clayton Christensen und anderen entwickelte Innovationstheorie, die Kundenbedürfnisse als zu erledigende Aufgaben definiert. Sie unterscheidet funktionale, emotionale und soziale Jobs und analysiert den gesamten Entscheidungskontext des Kunden. Das Framework umfasst Interview-Methoden, Analysewerkzeuge und Strategien zur Ableitung von Innovationsmöglichkeiten.
BEISPIEL
Beispiel: Dein Getränkehersteller wundert sich, warum ein neuer Premium-Smoothie trotz toller Zutaten nicht gekauft wird. Du nutzt Jobs to Be Done und findest heraus, dass der eigentliche Job der Zielgruppe nicht gesund trinken ist, sondern im Büro schnell Energie tanken ohne die Mittagspause zu opfern — was ein anderes Packaging und andere Vertriebskanäle nahelegt.